Rund um das Requiem haben sich viele Mythen gebildet: vom unheimlichen Boten aus dem Jenseits, vom Giftmord und anderen Heimsuchungen des Komponisten. Mit mächtigen Bildern beginnt der Film „Amadeus“ zu den Klängen des „Dies irae“. Dies alles liegt weit von der Wirklichkeit entfernt.
Der Chor venestra musica aus Nordwalde wird das Requiem in etwas anderer Art beim Konzert am Montag, den 9. November um 19.30 Uhr in der St. Dionysius Kirche, Nordwalde präsentieren.
Schon einmal hatten die Sänger das Werk vorbereitet, dann kam Corona. Die Aufführung konnte nur unter großen Auflagen für die Musiker und vor wenigen Zuschauern durchgeführt werden. Nun hoffen die Chorsänger auf ein größeres Publikum.
Drei Besonderheiten setzten dieses Konzert von geläufigen Aufführungen ab: Es werden nur die wirklich von Mozart komponierten Teile des Requiems aufgeführt. Die übrigen Sätze werden durch zeitgenössische Kompositionen ersetzt. So schlagen die Musiker eine Brücke in die Gegenwart. Es wurde eine eigene verkleinerte Orchesterfassung für „dörfliche“ Verhältnisse angefertigt. Und außer dem Requiem erklingen noch andere Musikstücke/Texte, die eine Konzertproduktion jenseits des Mainstreams erwarten lassen. Auch das Publikum wird aktiv in das musikalische Geschehen einbezogen.
Das Konzert wird auch am Tag vorher um 17.00 Uhr in St. Georgs Kirche in Saerbeck aufgeführt.
Mitwirkende:
Katharina Brodesser, Sopran
Ina Susanna Hirschfeld, Alt
Stephan Hinssen, Tenor
Arndt Winkelmann, Bass
Sophia Kienast, Solocello
Jakob Schlepphorst, Knabensopran
Samuel Schlepphorst, Knabensopran
venestra musica, Nordwalde
Concerto Münsterland
Ltg. Thorsten Schlepphorst


